Tesla-Gründer und -CEO Elon Musk stand in den vergangenen Tagen wieder einmal im Rampenlicht. Die Schlagzeilen zeichneten das bekannte Bild des Milliardärs: elektrisieren und gleichzeitig polarisieren. Auf der einen Seite sorgte seine KI-Firma xAI mit einer erfolgreichen Finanzierungsrunde für Beifall, auf der anderen geriet das KI-Aushängeschild Grok aufgrund von Fake-Bildern und mangelhaften Qualitätskontrollen unter Druck. Das gilt auch für Musks grösstes «Baby» Tesla: Bei dem E-Auto-Bauer hat sich das einst dynamische Wachstum umgekehrt. Im Schlussviertel 2025 verzeichnete Tesla einen spürbaren Absatzrückgang von 15.6% gegenüber dem Vorjahresquartal. Rabatte und Finanzierungsanreize konnten die Nachfrage nur teilweise stabilisieren. Das schwache Abschneiden könnte darauf hindeuten, dass die starken Verkaufszahlen im dritten Quartal (+7%) vielleicht nur ein Ausreisser waren. Die Auslieferungen gingen 2025 insgesamt um 8.5% zurück, und damit endete das zweite Jahr in Folge mit einem Minus.
Der strukturelle Wettbewerb im E-Mobilitätsmarkt, eine zunehmende Preissensitivität sowie eine ausbleibende Nachfragebeschleunigung in einzelnen Regionen belasten nicht nur das Volumen, sondern auch den Gewinn. Unter dem Strich ging das Ergebnis je Aktie im Schlussviertel 2025 um rund 30% auf USD 0.50 zurück, Analysten hatten dagegen eine Spanne zwischen USD 0.55 und USD 0.59 im Visier. Von alten Glanzzeiten ist Tesla damit weit entfernt. Von Quartalsüberschüssen jenseits der USD Mrd. 2 oder 3 wie in der Erfolgsphase 2021/22 kann der Konzern mit aktuell USD Mrd. 1.37 nur träumen. Auch von einstigen Margen im zweistelligen Bereich ist bei dem US-Elektroautobauer heute nichts mehr zu sehen. Auf nur noch 5.8% belief sich die operative Rendite zwischen Juli und September.
Während kurzfristig Marktzyklik, Wettbewerb und Margenkompression das Bild von Tesla dominieren, bleiben mittelfristig die Zukunftschancen intakt. Skaleneffekte in der Batterietechnologie, stärkere Kostenkontrolle, selektive Preisanpassungen sowie eine Beschleunigung softwarebasierter Erlösquellen könnten Tesla wieder zurück auf die Überholspur bringen. Zu der Diversifikationsstrategie zählen ebenso Investitionen in KI und Flottenservices sowie Ladeinfrastruktur. Zugleich verweist CEO Musk bereits seit Jahren auf die Bedeutung von selbstfahrenden Autos und humanoiden Robotern. Auch wenn der charismatische Manager seine vollmundigen Versprechen in diesen Bereichen nicht halten konnte, beispielsweise hätten bis Ende 2025 seiner Prognose zufolge rund 50% der US-Bevölkerung Zugang zu Teslas Robotaxis haben sollen, geht es voran. Autonome Fahrzeuge sind in Austin und San Francisco für eine begrenzte Zahl von Kunden verfügbar. Zudem soll in diesem Jahr die Serienproduktion des Tesla Cybercab beginnen, ein zweisitziges E-Auto ohne Lenkrad oder Pedale.
Tesla ist und bleibt also ein Unternehmen mit kurzfristigen Herausforderungen und langfristigen Chancen. Das sorgt an der Börse für kräftige Schwankungen: In den vergangenen zwei Jahren bewegte sich die Aktie in einer breiten Preisspanne zwischen USD 140 und USD 500. In diesem Spannungsfeld aus Visionen und Volatilität stellt sich für Anleger eine klassische Frage: Wie lässt sich ein hochvolatiler Basiswert wie Tesla halten, ohne ausschliesslich auf Kursgewinne angewiesen zu sein? Genau hier setzt das neue Produkt von Leonteq an. Nicht die Wette auf den nächsten Preissprung führt zur Rendite, sondern die systematische Monetarisierung der Volatilität. Die Lösung heisst, soviel sei bereits verraten, YieldETP+ auf den Tesla 110% Covered Call Index. Mehr dazu erfahren Sie im zweiten Teil unseres Anlagethemas.
Quelle: Tesla