Wer an der Schweizer Börse investiert, richtet den Blick häufig zuerst auf die bekannten Schwergewichte. Aber Nestlé, Novartis und Roche bestimmen nicht nur die Schlagzeilen, sondern aufgrund ihrer hohen Marktkapitalisierung auch die Entwicklung der grossen Indizes. Dabei lohnt es sich, die zweite Reihe nicht aus den Augen zu verlieren. Small- und Mid-Caps können das Depot um Unternehmen ergänzen, die häufig stärker spezialisiert sind, attraktive Nischen besetzen und aufgrund ihrer geringeren Grösse über höhere strukturelle Wachstumschancen verfügen. Gerade die Schweiz bringt zahlreiche solche Spezialisten hervor, die in ihren jeweiligen Märkten international führende Positionen einnehmen. Gleichzeitig werden Nebenwerte von Analysten und institutionellen Investoren oft weniger intensiv beobachtet als die Big Player. Daraus können Bewertungsineffizienzen und damit Chancen für aufmerksame Anleger entstehen. Die Kehrseite: Kleinere Börsentitel schwanken häufig stärker und weisen teilweise eine geringere Handelsliquidität auf. Gerade diese erhöhte Volatilität kann allerdings für strukturierte Produkte interessant sein.
Leonteq trägt den Chancen abseits der grossen Indizes Rechnung und erweitert das verfügbare Universum an Schweizer Basiswerten um insgesamt 20 Small- und Mid-Caps. Die Bandbreite reicht dabei von Banken und Finanzdienstleistern über Industrieunternehmen bis zu Technologie- und Gesundheitswerten. Neu als Underlyings zur Verfügung stehen Berner Kantonalbank, Bossard, Burkhalter, Cie Financière Tradition, Cicor Technologies, Dottikon, EFG International, Implenia, Jungfraubahn, Komax, Kuros Biosciences, Luzerner Kantonalbank, Mobimo, mobilezone, R&S Group, Sensirion, St. Galler Kantonalbank, SKAN, VZ Holding und Zehnder. Damit erhalten Anleger Zugang zu einer breiten Palette an Geschäftsmodellen, die in den grossen Schweizer Leitindizes teilweise kaum oder gar nicht vertreten sind. Besonders spannend sind zunächst neun Titel: Leonteq hat sie in drei neuen Aktienkörben zusammengefasst und darauf eine chancenreiche Renditeoptimierungsstruktur lanciert.
Der erste Teil dieses neuen Anlageuniversums zeigt, wie unterschiedlich die Wachstumstreiber der Schweizer Nebenwerte sind. Komax ist ein führender Anbieter von Lösungen zur automatisierten Kabelverarbeitung und damit eng mit den langfristigen Trends Elektrifizierung und Automatisierung verbunden. Nach einem schwierigen Jahr 2025 hat das Unternehmen die Kostenbasis deutlich gesenkt und strebt ab 2027 wieder eine zweistellige EBIT-Marge an. Kuros Biosciences wiederum wächst mit seinem Knochenersatzprodukt MagnetOs rasant: 2025 stiegen die Produktverkäufe um 72% auf USD Mio. 146.1, für 2026 stellt das Unternehmen mindestens 35% Wachstum und für 2027 mehr als 50% auf dann USD Mio. 300 bis 330 in Aussicht. R&S Group profitiert vom Ausbau und von der Modernisierung der europäischen Stromnetze. Der Transformatorenhersteller erfreut sich derzeit einer hohen Nachfrage. Der Auftragseingang erhöhte sich 2025 um 56% auf CHF Mio 476.8, während der Auftragsbestand um 17% auf CHF Mio. 325.7 zulegte. Über zwölf Monate lag das Book-to-Bill-Verhältnis in jedem einzelnen Monat über der Wachstumsschwelle von 1.0. Damit treffen in diesem Trio Turnaround-, Wachstums- und Infrastrukturstory aufeinander.
Auch der zweite und dritte Korb bringen unterschiedliche Geschäftsmodelle zusammen. Cicor, ein Elektronikfertiger mit starker Präsenz unter anderem in Medizintechnik sowie Aerospace & Defence, steigerte im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 19% auf CHF Mio. 334.1. Noch dynamischer entwickelte sich der Ordereingang mit einem Plus von knapp 40%. Das zweite Semester soll ein Erlösplus von 10% bis 25% bringen. Sensirion wiederum ist auf hochpräzise Sensoren spezialisiert, erzielte 2025 ein Umsatzplus von 23.8% auf CHF Mio. 342.4 und sieht weitere Wachstumschancen von 5% bis 12% im laufenden Jahr. SKAN nimmt bei hochwertigen Isolatorsystemen für die aseptische Pharma- und Biotech-Produktion eine führende Marktposition ein. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Erlöswachstum im oberen Zehnprozentbereich. Dazu kommen drei etabliertere Geschäftsmodelle: Der Vermögensverwalter EFG International erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von CHF Mio. 184.6, die Nettoneugelder erhöhten sich um gut 6% auf CHF Mrd. 5.7. Implenia startet mit einem Rekordauftragsbestand von knapp CHF Mrd. 8.5 – ein Anstieg von einem Viertel – in die nächste Wachstumsphase, während mobilezone nach dem Verkauf des Deutschlandgeschäfts vollständig auf die Schweiz setzt und dort 2025 ein Rekord-EBIT von CHF Mio. 36.5 erzielte.
Berner Kantonalbank AG
Finanzen
Regionalbanken
Bossard Holding AG
Roh- und Grundstoffe
Versch. gefertigte Produkte
Burkhalter Holding AG
Kapitalgüter
Baugewerbe
Cie Financiere Tradition SA
Investitionsdienstleistungen
Cicor Technologies Ltd
Technologie
Computer-Ausrüstung und Geräte
Dottikon ES Holding AG
Gesundheitswesen
Biotechnologie und Pharmazeutika
EFG International AG
Implenia AG
Jungfraubahn Holding AG
Dienstleistungen
Persönliche Dienstleistungen
Komax Holding AG
Versch. Investitionsgüter
Kuros Biosciences AG
Luzerner Kantonalbank AG
Mobimo Holding AG
Immobilienbetrieb
Mobilezone Holding AG
Kommunikationsdienstleistungen
R&S Group Holding AG
Sensirion Holding AG
St. Galler Kantonalbank AG
SKAN Group AG
Medizinische Ausrüstung und Zubehör
VZ Holding AG
Zehnder Group AG
Quelle: Leonteq