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Es ist die Aufgabe der Zentralbanken, solchen für Verbraucher und Wirtschaft schädlichen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Funktionsträger in diesen Institutionen werden daher auch als «Währungshüter» bezeichnet.","articleLink":"https://structuredproducts-ch.leonteq.com/news/investment-themes/inflation-rate-oecd?language_id=3","image":"https://www.leonteq.com/images/news/investment-themes/SQ_inflation_Leonteq-Structured-Products_Corporate%20Homepage.jpg","urlTitle":"inflation-rate-oecd","imageSmall":"/contentAsset/resize-image/500bf8bd6c076cf9ec3fb79d1e64fe45/fileAsset/w/568","articleDate":"2026-10-23T00:00","readingTimeEstimateInMinutes":0,"body":"<h3>S&uuml;sses oder Saures<\/h3>\n<p>Am 31. Oktober ist es wieder so weit: Kinder ziehen, verkleidet als Vampire, Hexen und Gespenster, durch die Strassen und sammeln S&uuml;ssigkeiten. L&auml;ngst hat dieser aus Amerika stammende Brauch auf dem alten Kontinent Fuss gefasst. W&auml;hrend das Gruseln zu Halloween fest im Kalender verankert ist, treibt ein von Politikern, W&auml;hrungsh&uuml;tern, Verbrauchern, Unternehmen und nicht zuletzt Anlegern gef&uuml;rchtetes Schreckgespenst in unregelm&auml;ssigen Abst&auml;nden sein Unwesen. Die Rede ist von der Inflation. Indem das allgemeine Preisniveau &uuml;ber Geb&uuml;hr nach oben geht, wird das Geld entwertet. Es ist die Aufgabe der Zentralbanken, solchen f&uuml;r Verbraucher und Wirtschaft sch&auml;dlichen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Funktionstr&auml;ger in diesen Institutionen werden daher auch als &laquo;W&auml;hrungsh&uuml;ter&raquo; bezeichnet. Ein gewisses Mass an Inflation ist erw&uuml;nscht. Beispielsweise erachtet die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) mittelfristig eine Teuerungsrate von rund 2% als ideal f&uuml;r Preisstabilit&auml;t und Wirtschaftswachstum. Das U.S. Fed und die Bank of Japan (BoJ) arbeiten ebenfalls mit dieser Vorgabe. Derweil strebt die Schweizerische Nationalbank eine Bandbreite von 0% bis 2% an.<\/p>\n<h3>&Uuml;berdurchschnittlicher Preisdruck<\/h3>\n<p>Was die Inflation betrifft, kann die SNB gerade relativ entspannt sein. Zwar bekommt die Schweiz die im Zuge des Irankrieges sprunghaft gestiegenen Energiepreise zu sp&uuml;ren, doch insbesondere der starke Franken d&auml;mpft den Auftrieb. Im September bewegte sich der Landesindex der Konsumentenpreise um 1.0% &uuml;ber dem Niveau des Vorjahresmonats. Von einem solchen Niveau k&ouml;nnen die meisten anderen Mitglieder der OECD nur tr&auml;umen. Im August erreichte die Inflation in den 38 Mitgliedsl&auml;ndern der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Mittel 4.3%. Allerdings fiel der Teuerungsdruck in der Vergangenheit schon st&auml;rker aus. Beispielsweise sorgten die im Zuge der Corona-Pandemie kollabierenden globalen Lieferketten vor einigen Jahren f&uuml;r einen regelrechten Preisschock. Gleichwohl liegt die Inflation im OECD-Raum momentan deutlich &uuml;ber dem langj&auml;hrigen Durchschnitt (siehe Grafik).<\/p>\n<h3>Historische Reaktion<\/h3>\n<p>Mit Ausnahme der SNB sahen sich die erw&auml;hnten Notenbanken zu Reaktionen gezwungen. Im September haben EZB, Fed und BoJ die geldpolitischen Z&uuml;gel gestrafft. Einen solchen Gleichklang dieses Trios, sprich Zinserh&ouml;hungen im selben Monat, gab es bisher noch nie. &laquo;Die meisten Industriel&auml;nder sehen sich mit Preisdruck konfrontiert&raquo;, stellte Fed-Chair Kevin Warsh fest. Es sieht nicht danach aus, als k&ouml;nne der im Mai von US-Pr&auml;sident Donald Trump ins Amt gehievte Notenbankchef einem im Weissen Haus innig gehegten Wunsch erf&uuml;llen. Trump pocht auf eine Lockerung der Geldpolitik. Anders als beim Vorg&auml;nger, Jerome Powell, h&auml;lt er sich aber bis dato mit Attacken auf den neuen Mann an der Fed-Spitze zur&uuml;ck &ndash; was auch damit zu tun haben k&ouml;nnte, dass der Pr&auml;sident selbst mit dem Waffengang gegen den Iran f&uuml;r einen kr&auml;ftigen Preisschub gesorgt hat. Im September lag die Inflationsrate in den Staaten mit 3.7% um 0.3 Prozentpunkte &uuml;ber dem Wert des Vormonats.<\/p>\n<h3>M&ouml;gliche L&ouml;sungen<\/h3>\n<p>Da im Nahen Osten nicht wirklich von einer L&ouml;sung gesprochen werden kann, h&auml;lt sich der &Ouml;lpreis auf einem hohen Niveau. Das Inflationsgespenst d&uuml;rfte also &uuml;ber Halloween hinaus Angst und Schrecken verbreiten. W&auml;hrend Verbraucher relativ wenig Reaktionsm&ouml;glichkeiten haben, k&ouml;nnen Anleger durchaus etwas tun. Es gibt eine Reihe von Assets, die in Inflationsphasen relativ gut abschneiden. Im festverzinslichen Bereich k&ouml;nnen die gestiegenen Renditen die Geldentwertung ein St&uuml;ck weit abfedern. Naturgem&auml;ss zeigen Rohstoffe eine direkte Korrelation mit dem Preisniveau. Zu guter Letzt sind Immobilien und bestimmte Aktien ein probates Mittel, um dem Inflationsgespenst die Stirn zu bieten. Die Strategen von Swissquote habe es sich schon vor einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Anlagen optimal zu kombinieren, und den Swissquote Inflation Index lanciert &ndash; die Strategie bewegt sich auf Rekordniveau.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><generic-chart title=\"Inflationsrate OECD-Länder (in %)\"> <chart-line title=\"Inflationsrate (in %)\" path=\"line_inflation_oecd.csv\" format=\"date, number\" color=\"#f9a533\"><\/chart-line> <chart-line title=\"Durchschnitt seit 2000 (in %)\" path=\"line_inflation_average.csv\" format=\"date, number\" color=\"#9fcc3b\"><\/chart-line> <x-axis type=\"datetime\"><\/x-axis> <\/generic-chart><\/p>\n<p>Quelle: OECD Data Explorer; Stand: Oktober 2026<\/p>","adHoc":false,"headline":"Inflation: Ein globales Phänomen","imageThumbnail":"/contentAsset/resize-image/500bf8bd6c076cf9ec3fb79d1e64fe45/fileAsset/w/770"}
